Alterswohnungen Rebstein
Bauherrschaft: Ortsgemeinde Rebstein
Ort: Rebstein
Bearbeitungszeitraum: 2006 -2009
Umfang: 3220 m2
Charakter: Dreigeschossige 30 Meter lange Gebäuderiegel aus Holzelementen, welche auf einem soliden Betonsockel ruhen.


Energieeffizient, nachhaltig und mieterorientiert

 

Bei der Entwicklung der Alterswohnungen in Rebstein haben die Energieeffizienz, die Nachhaltigkeit und die Markttauglichkeit eine massgebende Rolle gespielt.

Zu Planungsbeginn stand für die Bauherrschaft fest, dass sie als Ortsgemeinde Zeichen der Nachhaltigkeit setzen wollte. Die Grössen der 20 Wohnungen (8x 60m2 und 8x 73m2 und 4x76m2 Wohnfläche), die hindernisfreien Grundrisse und die logischen Raumabfolgen lassen eine breite Mieterpalette zu. Zusammen mit der Wahl von langlebigen, zeitlosen Materialien werden die Wohnungen über Jahrzehnte preisgerecht vermietbar sein. Alles Voraussetzungen für eine lange Nutzungsdauer, welche die Nachhaltigkeit des Projektes ebenso bestimmen, wie der grösstmögliche Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen, in diesem Fall Holz.

Der Schollenboden im Moos verlangte Pfählungen. Jeder Baukörper ruht auf 120 Holzpfählen von mindestens zehn Metern Länge, natürlich aus dem Rebsteiner Wald! Die Untergeschosse wurden in Beton massiv erstellt. Nebst den je 5m2 grossen Kellerabteilen für jede Mieteinheit, bieten sie Platz für einen grossen Mehrzweckraum, Schutzraum für 54 Personen, drei handicapfreie Garagen. Auch die Haustechnik mit der Pelletheizanlage ist im Untergeschoss eingebaut. Die zentrale Anlage ist derart konzipiert, dass weitere Wohneinheiten in unmittelbarer Umgebung angeschlossen werden können. Die 21m2 Sonnenkollektoren auf jedem Haus unterstützen wahlweise die Wärmeerzeugung von Heiz- oder Brauchwasser. Die kompakte Holzbauweise garantiert beste Wärmedämmwerte im Minergiestandard. Der bewusste Verzicht auf die Komfortlüftung zeugt von der Nähe der Bauherrschaft zu den zukünftigen Nutzern. Als Alterswohnungen konzipiert, sollten die technischen Herausforderungen an die Nutzer minimalst sein. Mit Ausnahme der Farbgebung und Untergeschossnutzung sind die beiden Häuser identisch. Das Attikageschoss mit dem feingliedrigen, begrünten Flachdach ist in sägerohes Lärchenholz gehüllt. Kleinflächige Eternitplatten schützen die anderen Fassadenteile.

Alle Stockwerke sind per Lift bequem erreichbar. Zum nachbarlichen Schwatz laden die breiten Laubengänge, welche zu den einzelnen Wohnungen führen. Die Wohnungen sind lichtdurchflutet, hell und wohlproportioniert. Dreifachverglaste, edle Holzfenster reichen in den , meisten Räumen bis zum Boden. Diese Grosszügigkeit lässt den Blick vom Wohnraum über die ganze Breite via Balkon ins Grüne gleiten. Der Ausbau der Wohnungen ist bestmöglich mit baubiologischen Materialien erfolgt. Dazu gehören Massivholzdecken, Holzwerkstoffe mit Zellulosedämmung, Eichenparkettböden und atmungsaktive Naturputze. Ene spezielle Splittschüttung unter den Unterlagsböden garantiert den Schallschutz zwischen den einzelnen Stockwerken. Diesen unsichtbaren Luxus wissen erfahrene Mieter genauso zu schätzen, wie die eigene Waschmaschine in jeder Wohnung!

 

Die Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Bezugsbereitschaft, 90% der Einheiten vermietet sind, zeugt von der Marktgerechtigkeit des geschaffenen Wohnraumes. Wir gratulieren der Bauherrschaft herzlich zu diesem Erfolg und bedanken uns für die speditive und konstruktive Zusammenarbeit in allen Bauphasen.